„Der Rest, der bleibt“ – Annekathrin Bürger

„Der Rest, der bleibt“ – Annekathrin Bürger

Am 14.9.2019 um 19.30 Uhr findet in der Begegnungsstätte in Barleben, Breiteweg 147, eine Veranstaltung der besonderen Art statt. Die wohl vielen bekannte große Schauspielerin Annekathrin Bürger wird an diesem Abend dem Publikum Einblicke in ihr Leben gewähren.

Mit 61 Jahren Filmerfahrung und 52 Jahren Arbeit am Theater hat sie ein künstlerisch sehr erfolgreiches Leben gehabt. Dazu kommen noch etliche Bücher, in denen sie ihr Leben aufgearbeitet hat. Und sie ist noch lange nicht am Ende. Über 80 Jahre ist sie jetzt und fasziniert das Publikum immer noch mit ihrer Ausstrahlung. Sie wird aus ihrem 2017 Buch „Der Rest, der bleibt“ lesen und gern Fragen des Publikums beantworten.

In einem Interview wurde sie gefragt: Was ist der Rest, der bleibt, wenn man 80 ist? Zehn Jahre, fünfzehn, zwanzig oder irgendetwas dazwischen? „Keiner will hinter diese Tür gucken“, sagte sie. „Ab der Mitte des Lebens, wo immer die auch liegt, wird er weniger, der Rest, der bleibt“.

Ihrem Garten ist sie sehr verbunden. Er war immer eine Kraftquelle für sie. Sie bezeichnet ihn als das private Lebenswerk ihres Mannes Rolf Römer, der selbst als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur gearbeitet hat. 2000 wurde ihm dieser Garten zum Verhängnis. Sein Overall fing beim Laubverbrennen Feuer. Er starb an den schweren Verletzungen. 39 Jahre hat sie mit Rolf Römer verbracht und sie musste die Katastrophe mit ansehen. Beim Schreiben ihres Buches „Der Rest, der bleibt“ hat sie das alles noch einmal durchgemacht. Sie selbst sagte einmal: „Über den Schmerz kommt man hinweg. Es macht mich nur unendlich traurig, wenn ich Filme mit Rolf sehe und wie gut er war“.

Ganz pragmatisch gesehen, sagt sie, war es eine schöne  Karriere, die ich hatte. Alles begann 1955, als ihr die Rolle der Uschi in einem Ost-West-Liebesfilm „Eine Berliner Romanze“ vom DEFA-Regisseur Gerhard Klein angeboten wurde und das nachdem die Schauspielschule „Ernst Busch“ sie aufs nächste Jahr vertröstet hatte.

Mit dieser Filmrolle begann in der DDR ein fast kometenhafter Aufstieg. Geboren wurde Annekathin Bürger als Annekathrin Rammelt in Berlin-Charlottenburg. Die Wirren des Krieges haben auch ihr Leben verändert. Ihr Vater war im April 1945 desertiert und mit Frau und Tochter in Richtung Elbe geflohen. So wurde sie Sachsen-Anhaltinerin.

Von 1957 bis 1960 studierte sie dann doch noch an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Annekathrin Bürger hat einen klaren Blick auf das Metier, in dem sie Jahrzehnte erfolgreich tätig war. Klinken putzen oder sich nach der Wende anbieten hatte und hat sie nicht nötig. Allein von 1990 bis jetzt war sie in 58 Filmen zu sehen, darunter in mehreren „Tatort“ – und „Polizeiruf 110“ – Filmen.

Es könnte noch viel zu Annekathrin Bürger gesagt werden. Lassen Sie es sich von ihr selbst erzählen am 14.September um 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte in Barleben, Breiteweg 147.

Karten erhalten sie für 12,- € im Vorverkauf in der Begegnungsstätte. Vorbestellungen unter der Telefonnummer 039203 5652181 oder 039203 5652183.

Kartenpreis an der Abendkasse 14,- €. Der Einlass beginnt 18.30 Uhr.

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