Die Heeresversuchsanstalt in Hillersleben und der „gestrandete Zug“ in Farsleben
Der Historiker Klaus Peter Kewelow wird Gast sein im Mehrgenerationenzentrum in Barleben. Am Samstag den 06.09.2025 um 17.00 Uhr wird er mit seinem Sohn über die Zusammenhänge zwischen der Heeresversuchsanstalt Hillersleben und dem in Farsleben gestrandeten Zug sprechen.
1935 wurde in der Colbitz-Letzlinger Heide der zweitgrößte Versuchsplatz der Wehrmacht erbaut. Vor allem die sogenannte Wunderwaffe, wie die „Dora“, wurde in der Heeresversuchsanstalt Hillersleben getestet.
Doch nach dem Krieg spielte Hillersleben noch eine wichtige Rolle. Die SS hatte 3 Züge mit Häftlingen aus dem KZ Bergen-Belsen losgeschickt. Ziel war das Vernichtungslager Theresienstadt. Ein Zug davon strandete in Farsleben nahe Magdeburg mit 2500 jüdischen Häftlingen. Später nannte man ihn den „gestrandeten Zug“. Die SS hatte die Menschen im Zug als Geiseln vorgesehen, um sie gegen deutsche Kriegsgefangene auszutauschen. Doch dazu kam es nicht.
Eine anrückende amerikanische Panzerdivision befreite die Menschen und versorgten die Überlebenden. Dann wurden sie nach Hillersleben in die Wohnhäuser des Personals und in die Kasernen gebracht.
Über die Zusammenhänge zwischen der Heeresversuchsanstalt in Hillersleben und den Menschen aus dem „gestrandeten Zug“ werden der Historiker Klaus Peter Kewelow und sein Sohn am 06.09.2025 in der Begegnungsstätte Barleben berichten und die Fragen der Besucher dazu beantworten.
Zu dieser Veranstaltung melden sie sich bitte unter der Telefonnummer 039203 – 5652181 in der Begegnungsstätte Barleben, Breite Weg 147 an. Der Eintritt ist frei.
